Der Wagen glänzt in der Sonne, der Verkäufer verspricht „unfallfrei“ und das Serviceheft ist lückenlos. Doch unter dem frischen Lack lauert oft die bittere Wahrheit: Spachtelmasse und Nachlackierungen, die auf einen schweren Unfallschaden hindeuten. Wer sich hier nur auf sein Auge verlässt, riskiert beim Autokauf tausende Euro.
Moderne Reparaturen sind heute so perfekt, dass man Farbunterschiede kaum noch erkennt. Die Lösung ist ein technischer Schiedsrichter: Das Würth Schichtdickenmessgerät. Mit diesem Profi-Werkzeug messen Sie in Sekundenbruchteilen, was sich unter der Oberfläche abspielt.
Die Technik: Wie das Würth-Lackmessgerät die Wahrheit findet
Das Würth-Messgerät arbeitet mit einer hochpräzisen Dual-Sonde. Das bedeutet für Sie: Sie müssen nicht wissen, ob die Karosserie aus Stahl oder Aluminium besteht – das Gerät erkennt das Material automatisch.
Fe-Sonde (Eisen/Stahl): Nutzt das Magnetinduktions-Verfahren für klassische Stahlkarosserien.
NFe-Sonde (Nichteisenmetalle): Nutzt das Wirbelstrom-Verfahren für Aluminium-Bauteile (häufig bei Motorhauben oder Kotflügeln von Premium-Fahrzeugen).
Messbereich: Das Gerät misst bis zu 3000 µm (3 mm). Da Werkslacke meist unter 150 µm liegen, entgeht Ihnen selbst die dickste Spachtelschicht nicht.
Die Messwerte interpretieren: Was ist normal?
Wenn Sie mit dem Messgerät um das Auto wandern, geben Ihnen die Werte auf dem beleuchteten Grafikdisplay sofort Klarheit:
80 bis 150 µm: Dies ist der typische Bereich für eine Werkslackierung.
180 bis 250 µm: Hier wurde höchstwahrscheinlich nachlackiert. Oft unkritisch (z.B. Kratzer ausgebessert), sollte aber beim Preis verhandelt werden.
Über 300 µm: Achtung! Hier wurde massiv gespachtelt.
Anzeige "INFI": Wenn dieser Wert erscheint, befindet sich entweder kein Metall unter der Sonde (Kunststoffspachtel zu dick!) oder Sie messen auf einem ungeeigneten Untergrund.
Warum Mieten bei roba.co.at klüger ist als Kaufen
Ein Profi-Gerät von Würth ist ein Präzisionsinstrument und in der Anschaffung teuer. Für den gelegentlichen Autokauf ist Mieten die logische Wahl:
Höchste Präzision: Wir händigen Ihnen das Gerät in einem top-gewarteten Zustand aus. Die Messgenauigkeit liegt bei ± (2 µm + 3%).
Einfachste Handhabung: Dank der automatischen Substrat-Umschaltung (Stahl/Alu) können Sie keine Einstellungsfehler machen.
Kostenersparnis: Sie zahlen nur für den Tag der Besichtigung. Die normale Abnutzung ist, wie bei RoBa üblich, im Preis inklusive.
Pro-Tipps für den Gebrauchtwagen-Check
Referenzwert am Dach: Starten Sie immer am Dach. Da dieses selten nachlackiert wird, liefert es Ihnen den Basiswert für das restliche Fahrzeug.
Punktuelle Messung: Messen Sie nicht nur einmal pro Bauteil. Setzen Sie die Sonde an mehreren Punkten eines Kotflügels an, um lokale Spachtelstellen zu finden.
Symmetrie prüfen: Vergleichen Sie die linke mit der rechten Fahrzeugseite. Große Unterschiede (z.B. links 110 µm, rechts 240 µm) sind ein klares Indiz für eine Reparatur.
Minimale Radien beachten: Das Würth-Gerät kann an konvexen Flächen (Wölbungen nach außen) bis zu einem Radius von 5 mm messen – ideal für Kanten und Zierleistenübergänge.
FAQ – Hilfe für den Lackcheck
Nein. Sensoren für Metall (Fe/NFe) können konstruktionsbedingt nicht durch Kunststoff messen. Da Stoßstangen aber oft komplett getauscht werden, ist der Zustand der tragenden Metallteile (Kotflügel, Holme) ohnehin wichtiger für die Unfallfreiheit.
Das Gerät zeigt Ihnen rechtzeitig an, wenn die Batterien schwach werden. Unsere Geräte werden immer einsatzbereit mit vollen Akku verschickt. 🔋
Das Gerät verfügt über einen automatischen Nullabgleich. Sie erhalten von uns ein einsatzbereites Gerät, mit dem Sie direkt zur Besichtigung fahren können.